Option binaurale Beats

Binaurale BeatsEine weitere Möglichkeit Musik bzw. Töne gezielt zur Unterstützung in diversen Situationen einzusetzen sind die sogenannten binauralen Beats.

Diese wissenschaftliche Methode arbeitet mit den Wirkungen von Schallwellen auf die Gehirnwellen, wodurch das Gehirn in den gewünschten bzw. aktuell benötigten Zustand versetzt werden kann.

Dadurch können sie insbesondere bei Konzentrationsproblemen, Schlafproblemen, Stress, Hyperaktivität, aber auch Motivationsproblemen von großem Nutzen sein.

Hintergrund

Um die Wirkungsweise zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass unsere Hormonausschüttung vom Gehirn gesteuert wird.

Abhängig von dem Zustand, in dem wir uns befinden (wach, entspannt, schläfrig etc.), schwingen unsere Gehirnwellen in unterschiedlichen Frequenzbändern.

Im Alpha-Zustand (Alpha-Wellen mit einer Frequenz von 8-12 Hz) sind wir bspw. entspannt, während Beta-Wellen (>25 Hz) vor allem in Stress- und Angstzuständen ausgelöst werden.

Wie funkioniert es?

Mit Hilfe äußere Reize lassen sich die Gehirnwellen entsprechend stimulieren und ein Mensch kann somit in entspannte Zustände versetzt werden, in denen er z.B. verbessert lernen oder sich effektiv mental programmieren kann.

Binaurale Beats sind dabei Töne, die im Gehirn entstehen wenn zwei leicht unterschiedliche Binaurale BeatsFrequenzen gleichzeitig abgespielt werden. Wenn bspw. auf dem linken Ohr eine Frequenz von 100Hz angespielt wird, auf dem rechten Ohr aber eine von 110 Hz zu hören ist, so produziert das Gehirn dem Unterschied dieser beiden Frequenzen entsprechende Gehirnwellen von in diesem Fall 10 Hz.

Dieser Unterschied wird auch als Schwebung bezeichnet, die allerdings nur bei Frequenzunterschieden unterhalb von 30 Hz auftritt.

Dann wird sie als gleichmäßig pulsierender Ton wahrgenommen, daher auch das Wort „Beats“ in Binauralen Beats.

Je nach Frequenz (Schwebung) der Gehirnwellen fühlen wir uns unterschiedlich.

Bei Alpha-Wellen (ca. 8-12 Hz) sind wir entspannt, ruhig, aber wach und können uns gut konzentrieren, während wir durch die Stimulation von Theta-Wellen (ca. 3-8 Hz) müde und schläfrig werden und so unseren Schlafproblemen entgegenwirken können.

Was machen binauralen Beats aus?

Binaurale BeatsDas Besondere an binauralen Beats ist die sofortige Wirkung auf das Gehirn.

Mit nur einer Anwendung kann man gezielten Einfluss auf Ihre Gehirnwellen nehmen, und so die Gehirnfunktionen aktivieren, wie es für gesunde Menschen selbstverständlich ist.

Wenn Sie negative Gefühle, Stress, Ängste usw. spüren, schwingen Ihre Gehirnwellen auf einer anderen Frequenz als wenn Sie Freude und Glück empfinden.

Positive Wirkungen von binauralen Beats

Viele Leute berichten von der positiven Wirkung, die sie mit Binauralen Beats erzielt haben:

  • sie sind ruhiger und gleichzeitig wacher im Kopf
  • sie können sich besser konzentrieren und leichter lernen
  • sie sind in einer besseren Stimmung und weniger reizbar und impulsiv
  • sie können besser einschlafen
  • sie sind energiegeladen, aber gleichzeitig auch ruhig und entspannt

Binaurale Beats funktionieren allerdings nur, wenn man sie mit Stereo-Kopfhörern genießt.

Normale Lautsprecher reichen hierfür nicht aus, da die tief-frequenten Impulse nur zum Gehirn vordringen können, wenn beide getrennt voneinander gehört werden.

Physiologischer Hintergrund Binaurale Beats

Binaurale Beats

Lage der Nuclei olivaris superior (mit „Superior olivary nucleus“ beschriftet)

Binaurale Beats entstehen als Sinneseindruck, wenn dem Gehör auf jedem Ohr ein separater Ton mit leicht abweichender Frequenz dargeboten wird. Im Gehirn entsteht dann ein neuer und dazu pulsierender Ton, dessen Frequenz etwa im Mittelwert der beiden Anfangstöne liegt.[1] Die Frequenz, mit der die Pulse auftreten, ergibt sich aus der Frequenzdifferenz der beiden Anfangstöne. In Analogie zur Schwebung, sind auch hier Lautheitsunterschiede im Ton für den pulsierenden Charakter verantwortlich. Anders als Schwebungen entstehen binaurale Beats also nicht durch Überlagerung von Schallwellen.

Den Entstehungsort der binauralen Beats vermuten Forscher in der Hörbahn, vor allem im Nucleus olivaris superior, einem Teil des Hirnstamms. Seine Neuronen sind an der Lokalisation von Schallquellen beteiligt, indem sie Laufzeit– und Pegelunterschiede zwischen beiden Ohren auswerten.[2]

Beispiel: Hört man auf dem linken Ohr eine Frequenz von 440 Hz und auf dem rechten Ohr eine von 430 Hz, so wird im Gehirn ein Ton mit der mittleren Frequenz von 435 Hz erzeugt. Die binauralen Beats werden dann mit einer Frequenz von 10 Hz wahrgenommen. Um einen Beat wahrnehmen zu können, müssen die Trägerfrequenzen unterhalb von 1500 Hz liegen. Der Unterschied zwischen den Frequenzen für das linke und rechte Ohr darf nicht größer sein als 30 Hz, da ansonsten zwei verschiedene Töne gehört werden.

Quelle Wikipedia